Einführung
Hochschulrankings in Form von Ranglisten
Das Ranking von Universitäten in Form von sogenannten League-Tables (Ranglisten) hat seit einigen Jahren Hochkonjunktur. Diese Art der Hochschulbewertung ist nicht nur in der Öffentlichkeit und bei den Medien äusserst populär, auch die Hochschulen selbst schätzen Rankings, zumindest dann, wenn sie ihren Rang einer Veröffentlichung würdig erachten.
Rankings existieren seit den 1920er-Jahren
Ob begrüsst oder nicht: Innerhalb weniger Jahre sind Rankings ein fester Bestandteil des akademischen Lebens geworden, denn sie stellen eine höhere Transparenz des in modernen Gesellschaften zentralen, aber auch kostenintensiven Hochschulsektors in Aussicht. Studierende und ihre Eltern, Angehörige des Mittelbaus, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Weiterbildungs- und Executive-Education-Programmen sowie Geldgeber und politische Entscheidungsträger suchen ein Orientierungsmedium für die Bewertung der Qualität der Hochschulen. In diesem Umfeld bieten Rankings erstmals eine öffentliche Plattform für den Wettbewerb zwischen den Universitäten. Die Hochschulen selbst schätzen Rankings als ein Marketingtool, mit dessen Hilfe sie ihre Performanz veröffentlichen und ihren internationalen Ruf festigen können. Eine in Form von Ranglisten dargestellte Bewertung der Hochschulen aber suggeriert, dass die Evaluation der Leistungen in der Lehre und Forschung so simpel ist wie die Beurteilung der Spielkompetenz einer Fussballliga. Obwohl die Sachlage erheblich komplizierter ist und die angewendeten Methodiken ausführlicher Diskussionen bedürfen, haben Rankings einen ausserordentlichen Einfluss gewonnen.
